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Transparenz ist uns wichtig!Die Hilfe für die an Noma erkrankten Kinder wären ohne Ihre finanzielle Unterstützung nicht möglich. Dabei ist es mir sehr wichtig, Ihnen transparent zu machen, wie Ihre Spende eingesetzt wird. Ich möchte Ihnen dazu zunächst einige Hintergrundinformationen geben. In den ersten zehn Jahren des Vereins waren wir als ehrenamtliche Mitglieder bei der Spendensammlung völlig auf uns allein gestellt. In den Jahren, in denen wir die Möglichkeit hatten, im Fernsehen über unsere Arbeit zu berichten, stiegen die Einnahmen und fielen in den „Fernseh-freien“ Jahren wieder stark zurück. Dies ließ keine kontinuierliche Arbeit zu, die Hilfe erst möglich macht und dauerhaft sichert. Beim Kampf gegen Noma ging und geht es nicht darum, kurzfristig oder einmalig einigen Kindern zu helfen. Wir wollten und müssen versuchen, die Krankheit zu stoppen und dies ist nur durch Aufklärung, Prävention und Präsenz möglich. Deshalb haben wir in sechs von acht Regionen des Landes Stationen eingerichtet, die monatliche Fixkosten verursachen. In den beiden Regionen Zinder und Diffa werden wir wahrscheinlich demnächst auch noch Stationen eröffnen müssen, da die Regierung nachgefragt hat, ob wir die Hilfe dort auch übernehmen könnten. Neben Gehältern für die angestellten Krankenpfleger vor Ort benötigen wir dort auch Geld, um zum Beispiel neue Fahrzeuge anzuschaffen, die im Wüstenland Niger innerhalb kurzer Zeit verschlissen sind. Denn nur mit den geeigneten Fahrzeugen können unsere Mitarbeiter in die entlegenen Dörfer gelangen, um Kinder mit Noma zur Station zu bringen. Dazu kommt die Klinik in der Hauptstadt Niamey, in der wir Kinder operieren können. Das neue Trainingszentrum, in dem wir in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation medizinisches Personal aus Westafrika in der Behandlung und Prävention von Noma schulen, muss ebenfalls finanziert werden. Von ursprünglich fünf Hungerzentren, die zur Versorgung von unterernährten Kindern – und damit zur Prävention von Noma – eingerichtet wurden, mussten wir vier Zentren aus Geldmangel wieder schließen. Insgesamt werden für die nachhaltige Arbeit in Niger jährlich rund 2 bis 2.5 Millionen Euro benötigt. Dazu kommt noch einmal rund eine Million Euro, um die Arbeit im westafrikanischen Guinea-Bissau, das wie Niger eines der ärmsten Länder der Welt ist, die Hilfe zu gewährleisten. Mit den bisherigen Spenden war dies nicht mehr möglich und so stand der Verein 2003 vor einer Grundsatzentscheidung: Fahren wir die Hilfe drastisch zurück oder holen wir uns professionelle Hilfe, um langfristig die Arbeit in Afrika finanziell abzusichern? Nach langen und reiflichen Überlegungen entschied die Mitgliederversammlung vom 29. September 2004 sich für die Unterstützung von außen, die viele andere Organisationen schon längst in Anspruch nahmen. Der Aufbau eines so genannten Spenderstammes ist teuer und die Bindung der Unterstützerinnen und Unterstützer erzeugt Kosten. Zahlreiche Spendenbriefe müssen konzipiert, erstellt und verschickt werden, um eine verlässliche und stabile Anzahl von Spenderinnen und Spendern zu etablieren. Die Versandkosten der Spenderbriefe verursachen rund ein Drittel der Verwaltungskosten; die Herstellung der Briefe, Überweisungsträger, Faltblätter, Beileger, Telemarketing und andere Aktionen ergeben den Rest. Nur so konnten wir eine solide, finanzielle Basis schaffen, bzw. können wir diese erhalten, um die Weiterführung unserer Arbeit in Afrika zu garantieren. Seit dem Einsatz professioneller Fundraiser konnten wir unsere Spendeneinnahmen mehr als verdoppeln: Während wir in den Jahren 2000 bis 2003 ein durchschnittliches Spendenaufkommen von rund 1,1 Millionen Euro hatten, erhielten wir im Zeitraum von 2004 bis 2009 durchschnittlich rund 2,8 Millionen Euro. Entscheidend für uns ist, dass dabei stets die Vorgaben der Finanzbehörden und des Gesetzgebers konsequent eingehalten werden. So gewährleisten wir, dass unser Verein vom Finanzamt Regensburg als gemeinnützig und mildtätig anerkannt wird. Unser Verein unterschreitet die Vorgaben des Gesetzgebers von 50% Verwaltungsausgaben beträchtlich. So konnten wir im Jahr 2009 die Verwaltungsausgaben auf 14,32% unserer Einnahmen begrenzen. Denn alle unsere Mitglieder und Funktionäre arbeiten ehrenamtlich und ohne jegliche Vergütung. Seien Sie versichert - wenn es uns möglich gewesen wäre, die Arbeit in Afrika über einen anderen Weg abzusichern, hätten wir keinen Moment daran gedacht, die mit erheblichen Kosten verbundene professionelle Hilfe zu suchen. Ich hoffe, dass Sie mir zustimmen, dass wir im Kampf gegen Noma nachhaltig helfen müssen – auch wenn dies zunächst mit erheblichen Kosten verbunden war. Wir werden Ihnen zukünftig mit dem Jahresbericht auch den Finanzbericht der Hilfsaktion Noma, erstellt durch das Regensburger Steuerbüro Ehrl, Baier & Kollegen, auf unserer Internetseite zugängig machen. Die folgende Graphik soll Ihnen einen schnellen Überblick der Einnahmen und Ausgaben von 2009 bieten: Diese Grafik steht als Download auch hier zur Verfügung.
Sie können nun selbst aufgrund dieser Informationen entscheiden, ob Sie unsere Meinung teilen, dass wir nur so auch weiterhin den Kindern in Afrika effektiv und im größeren Umfang helfen können. Falls Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich doch bitte unter fragen(at)hilfsaktionnoma(punkt)de. Wir beantworten sie gerne! |
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© 2007 by Hilfsaktion Noma e.V.
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